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Systematic Session

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ÜBER MARC ROMBOY

"Elektronische Musik mit ihren Wurzeln bei Kraftwerk und Chicago House sind meine Passion und mein Leben" sagt Marc Romboy auf die Frage, wo er musikalisch herkommt und wie er seine Vorlieben beschreiben würde. Nach über 15 Jahren Aktivität in der Musiks- zene scheint es fast so, als wolle Romboy jetzt erst richtig durchstarten und so wird er nicht müde, mit frischen und innovativen Produktionen und weltweiten Dj Sets aufzuwarten.

Die Plattensammlung seiner Eltern mit den genialen Helden dieser Zeit, den Rolling Stones, Jimi Hendrix und Pink Floyd, lieferte dem fünfjährigen Marc erste Eindrücke der musikalischen Welt. Nicht viel später, doch ganz und gar nicht mehr Rock'n'Roll, im Alter von acht Jahren kauft er sich seine erste Platte: ‘The Robots’ von der Düsseldorfer Formation Kraftwerk. Seine ersten DJ-Gehversuche unternimmt er mit zehn Jahren auf Schulveranstaltungen und Partys seiner Freunde, damals kannte er die passende Bezeichnung “DJing” noch nicht, obwohl ihm die Tätigkeit nun bereits ein Begriff ist.

Mitte der achtziger Jahre kann Romboy sich den ersten essentiellen Entdeckungen in Richtung elektronischer Tanzmusik nicht mehr entziehen, die Sounds der fernen mysteriös-spannenden Clubwelt Chicagos locken sein Interesse: “Ohne die Hintergründe und die Wurzeln dieser Musik genauer zu kennen, war ich schlichtweg komplett in diesen Bann gezogen. Steve Silk Hurleys ‘Jack Your Body’ klang beim allerersten Mal wie Musik aus einer anderen Welt.”

Auch während seines Medizinstudiums Anfang der Neunzigerjahre faszinieren Romboy die frühen Techno- und Housereleases bei- spielsweise der Label R&S, Plus 8 und Underground Resistance derart nachhaltig, so dass er konsequent beschließt, dem DJing und vor allem der Musikproduktion eigener Tracks mehr Zeit einzuräumen. Gemeinsam mit seinem Freund Klaus Derichs besorgt er sich einen Akai Sampler, den Roland TB 303 Basssynthesizer und ein Mischpult. Sie geben damals jede Mark wie selbstverständ- lich für Equipment aus und tüfteln Tag und Nacht an ihrem ausgefallenen undergroundigen Stil für Labels wie See Saw, Adam & Eve und Rising High. Nachdem sich der kommerzielle Erfolg einstellt, beendet Romboy das Studium und widmet sich der elektronischen Musik komplett und hauptberuflich.
1994 gründen Marc Romboy und Klaus Derichs ihr eigenes Label ‘Le Petit Prince’, es wird schnell eines der beliebtesten nationalen Underground Label. Alsbald wird auch das Groove-Magazin aufmerksam und nimmt ‘Le Petit Prince’ in die Labelcharts als das zweit- populärste Plattenlabel 1995 auf, in der Raveline erreicht das Label sogar Position eins. Es erscheinen Produktionen von Microwave Prince, Emmanuel Top, Thomas P. Heckmann und Phuture bis zum Ende des Labels im Jahr 2000.

Im Gründungsjahr von ‘Le Petit Prince’ spielt Romboy bereits regelmäßig auf Technoveranstaltungen rund um und in seiner Heimat- stadt Düsseldorf sowie auf dem Tribal Gathering Festival in München (“Eine der ersten großartigsten Partys auf denen ich je spielte”). Mittlerweile reist Romboy rund um den Globus um dort in den angesagtesten Clubs und vor einer weltweiten Fangemeinde mit seinem Sound zu begeistern: Beispiele sind Rex in Paris, The End in London, Watergate und Weekend in Berlin, F.U.S.E. in Brüssel, Cocorico in Italy sowie Monza und Cocoon in Frankfurt, nur um hier einige zu nennen. Es ist einfach immer wieder faszinierend und unglaublich für mich, wie elektronische Musik alle Menschen verbindet und so eine Art universelle Sprache darstellt, über die jeder mit jedem kommunizieren kann, weil alle auch ähnliches fühlen und empfinden."

Systematic Recordings gründet Romboy 2004 – es ist sein zweites Label, das erste Release ‘Every Day In My Life’ entsteht in seiner Zusammenarbeit mit Booka Shade. Weitere Kooperationen mit John Dahlbäck, Chelonis R. Jones, Jence vom Digitalism Projekt sowie Zoo Brazil entstehen für Systematic. Ferner begleiten zudem EPs von Robert Owens, Blake Baxter, Stephan Bodzin, Gui Boratto, Spirit Catcher und Dusty Kid den gewaltigen Output des noch jungen Labels. Zudem erscheint 2006 Romboys Debütalbum ‘Gemini’ auf Systematic, ein vielgelobter künstlerischer und auch kommerziell starker Einstand.

Das Jahr 2004 stellte dann einen Wendepunkt in Romboy musikalischen Leben dar. In diesem Jahr gründete er das Label Systematic Recordings mit dem Debüt "Everyday in my life", das er zusammen mit Walter Merziger und Arno Kammermeier als Booka Shade produzierte. Begeistert von der Idee, mit anderen Menschen zusammen zu arbeiten, startete Marc Kooperationen mit bekannten Protagonisten wie John Dahlbäck, Blake Baxter, Jence von Digitalism oder Zoo Brazil. In jüngerer Zeit folgten dann Produktionen von Robert Owens, Gui Boratto, Stephan Bodzin, Spirit Catcher und Dusty Kid. “Das Teamwork mit diesen genialen Sängern haucht der elektronischen Musik eine gute Portion Soul ein, was mit Maschinen einfach nicht zu erreichen ist. Jedes prjekt ist eizigartig und stellt immer wieder eine neue Herausforderung dar.”

Im Juni 2008 wartet Marc Romboy nun endlich mit seinem zweiten Album "Contrast" auf, das er in Zusammenarbeit mit seinen Studio- kollegen und Freunden von 45 Rocks produziert hat. Auf dem Longplayer sind, wie sollte es auch anders sein, verschiedene Tracks mit Sängern wie Chelonis R. Jones, der Chicago House Legende Mr. K-Alexi und Detroit Techno Pionier Blake Baxter enthalten. “Den Titel ‘Contrast’ habe ich ganz bewusst gewählt. Ich las einen Beitrag in dem wissenschaftlich genau belegt wird, dass Menschen definitiv Gegensätze benötigen, um wirklich glücklich leben zu können. Dieses Thema hat mich nicht mehr losgelassen so dass ich den Titel für mein Album wählte. Neben dieser Botschaft finde ich zudem, dass die Titel des Albums sehr verschieden, ja sogar gegensätzlich, klingen. Allein der Unterschied zwischen ‘Sonora’ und ‘Elif’ zeigt dies deutlich. Genau diese Bandbreite der Möglich- keiten ist es, die ich an der elektronischen Musik so sehr liebe. Sie gibt mir den steten Impuls, mich mit neuen Ideen und Sounds eingehend zu befassen und macht es nebenbei jedem Kritiker unmöglich, mich in eine Schublade zu stecken.”

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